CHIRURGIE

Bis Anfang 2000 gab es den Facharzt für Chirurgie mit einer sechsjährigen Ausbildung an hierfür zugelassenen Krankenhäusern. Diese sechsjährige Ausbildung bestand oft in gleichen Teilen aus bauchchirurgischer und unfallchirurgischer Ausbildung.

Zusatzbezeichnungen, wie z. B. Unfallchirurgie oder Gefäßchirurgie, waren an eine mindestens zweijährige Weiterbildung in dafür zugelassene Abteilungen gebunden.
Entsprechende OP–Kataloge mussten zu den Facharztprüfungen vorliegen.

Seit einiger Zeit ist die chirurgische Ausbildung weiter aufgesplittet. Jetzt müssen auch Unfallchirurgen, Gefäßchirurgen, Kinderchirurgen, usw. eine sechsjährige Ausbildung plus Operationskatalog nachweisen. Handchirurgen müssen heute eine dreijährige Ausbildung nachweisen.

Chirurgie im ambulanten, niedergelassenen Bereich besteht in großem Maße in konservativer Behandlung. Bevor ein operativer Eingriff angezeigt ist, müssen die sog. konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sein, eine Operation sollte immer die letzte Möglichkeit sein. Diese konservativen Behandlungen überkreuzen sich in großem Maße mit Themen der Orthopädie, Schmerztherapie und Neurochirurgie.