DURCHGANGSARZT

Die Tätigkeit des Durchgangsarztes ist gesetzlich geregelt.

Arbeits-, Schul-, Kindergarten- und Wegeunfälle unterliegen der Aufsicht durch die Berufsgenossenschaften oder die Landesunfallkassen, sie werden nicht zu Lasten der Krankenkassen behandelt.

Die Zulassung zum berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren ist gestaffelt.

Sie beginnt mit der Behandlung durch den Durchgangsarzt, der Chirurg oder Unfallchirurg sein muss. Alle anderen Ärzte, Hausärzte oder Fachärzte, sollen Arbeits-, Schul -, und Kindergartenunfälle nur dann behandeln, wenn sie nicht mehr als eine eintägige Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen oder aber die Dauer der Behandlung nicht eine Woche überschreitet. Anwendungen, wie Krankengymnastik oder Verordnungen von Schienen oder Bandagen können nur durch den Durchgangsarzt verordnet werden. Dabei ist es bei längerer Behandlung mit Arbeitsunfähigkeit möglich, dass der Durchgangsarzt Unfallverletzte zur Weiterbehandlung wieder an den Hausarzt verweist.

Durchgangsärzte müssen eine regelmäßige Weiterbildung nachweisen, die Einrichtung der Praxen unterliegt besonderen Auflagen.

Handelt es sich um eine schwerere Verletzung (Beispiel: Bruch eines Knochens mit Gelenkbeteiligung), so muss der Durchgangsarzt diese Unfallverletzten an ein Krankenhaus verweisen, welches die Zulassung zu diesen Behandlungen hat. (§34 SGB VII)

Im Verletzungsartenverfahren (VAV) und dem Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) werden die Voraussetzungen an die Leistungsfähigkeit dieser Krankenhäuser festgelegt. Die Nachbehandlung nach stationärer Behandlung soll nur von einem Durchgangsarzt vorgenommen werden.